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Objektschau '14

Vom Müssen zur Muse -  Werkbeschreibung mal 10

Arbeiten des Lehrberufes BILDHAUEREI (Bundesweiter Lehrgang im Abteilungsunterricht 1. bis 3. Lehrjahr) vom 24.3 bis 25.4.2014 im Foyer des Stadtschulrates von Wien.

"Fleischspieß aus Gips"
Rainer Grillberger

Gewidmet den schwer arbeitenden Kulturvermittlern aller Imbissstände! Überfluss. Verfügbarkeit. Schnell. Mit scharf.

 

"Ohne Titel"
Jim Goebel

Büste Material: Gips

"Puls der Zeit"

Material: Pigmentierter Kunststeinguss
Julia Havelka

 

Das Herz, durch dessen Adern Strom statt Blut fließt, steht für mich als Symbol für unseren Umgang mit elektronischen Medien. Unsere Gesellschaft ist abhängig von Internet, Facebook, Navigatoren, Smartphones usw., die ständige Erreichbarkeit und komplette Transparenz ermöglichen. Nach dem Einzug der Smartphones stieg der Stromverbrauch in Städten messbar…. Was wären wir ohne elektrische Energie, welche Auswirkungen hätte das? Bei all den für uns arbeitenden Geräten sollten wir den immer für uns arbeitenden faustgroßen Muskel nicht vergessen.

"Anti-Held der Arbeit"
Material: Lindenholz

Anne Mück

 

"Hackler 2.0"
Material: Gips bronziert

Katharina Müller

Das Bild des heldenhaften, muskelbepackten Arbeiters wird in die heutige Zeit transferiert.

"Torso"
Marco Simeth

 

Der Torso besteht aus vier miteinander verleimten Zirbenholzplatten, die mit der Bandsäge mithilfe der vorher angefertigten Skizze auf die grobe Form zugeschnitten worden sind. Die Ausarbeitung erfolgte mit verschiedenen Schnitzeisen. Für die letzten Feinheiten wurde der Torso mit Feilen und Schleifpapieren geschliffen.

 

"All together now"

Sana Schmid

 

Mein Werkstück setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Sockel, zwei Plastiken und einer Münze. Der achteckige Sockel ist aus einem Naturstein, einem römischen Travertin, gehauen; die beiden Plastiken sind in Kunststein und die Münze in Gips abgeformt, wobei die Rückseite der Gipsmünze eingeritzt wurde.

 

Die Frage, die mich zu dem Thema „Arbeit“ beschäftigt, lautete: „ Welche Visionen gibt es, die eine Weiterentwicklung für uns Menschen bringen können? Und von wem werden sie getragen? Meine Überlegungen führten mich zu der schon lange bestehenden Idee des bedingungslosen  Grundeinkommens. Das Spezielle dieser Idee liegt meiner Meinung nach auch  darin, dass sie tatsächlich von Menschen aus allen Schichten und Ländern in die Welt getragen wird. Es ist eine Idee, die aus uns allen hinauszuwachsen scheint. Mein Anliegen war es ein Werk zu schaffen, das diese Aspekte veranschaulicht. Mann und Frau stehen in meiner Komposition zum einen für das gemeinsame Anpacken. Die beiden Figuren sind in Bewegung und schreiten kraftvoll aus. Zum anderen stehen Frau und Mann für die verschiedenen Pole, die in unserer Welt bestehen und wirken: Arm und Reich, Ost und West, Schwarz und Weiß, erwerbstätig Überforderte und erwerbsarbeitslos Unterforderte, Peripherie und Metropole, Kapitalbesitzer und Arbeiter. Ich denke, ein gemeinsames Anpacken dieser Pole im Sinne eines wahren Humanismus nach Erich Fromm, Jean Paul Sartre und Daisaku Ikeda ermöglicht eine globale Neuorientierung. In diesem Fall steht die Umsetzung des bedingungslosen Grundeinkommens auf festem Sockel. Die vier vergoldeten Symbole auf der Vorderseite der Münze stehen für die vier natürlichen Lebensarbeitsbereiche:*die Erwerbsarbeit, * die zwischenmenschliche Arbeit, * die Arbeit an der Selbstentwicklung, * die Gemeinwesenarbeit.

"Wie ein Schaf"

Material: Kunststein

Carina Schuh

Arbeiten ohne zu denken und zu hinterfragen, ein Zahnrad in der Maschine  des Kapitalismus, das keine Menschlichkeit zulässt.

 

 

 

"Isis"
Material: Polyurethan, geschnitzt

Barbara Stark

Die Göttin der ägyptischen Mythologie repräsentiert für mich das Weibliche schlechthin. Sie wurde unter anderem als Göttin der Geburt und als himmlische Muttergestalt verehrt und verkörpert somit viele urtypische weibliche Attribute. Ich finde, dass es an der Zeit ist, den „weiblichen, schöpferischen Aspekt“ in die Arbeit zu bringen und zu leben und auch weibliche soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Vermittlungs-  und Teamfähigkeit, Sensibilität, um nur einige zu nennen, in der Arbeitswelt wertzuschätzen und gesellschaftlich anzuerkennen.

"Akanthusblatt"

Material: Das Akanthusblatt wurde aus Hartschaum gefertigt, mit Silikon abgegossen und in Gips vervielfältigt. Die Fragmente wurden zum Teil zerbrochen und als großes Werkstück angeordnet. Die Güsse wurden nicht mit einander verbunden und liegen lose im Raum.

Killian Thallmaier
Die zerbrochenen Akanthusblätter verkörpern die ArbeiterInnen, die während der Entstehung eines Werkes kaputt werden. Die Anordnung der Güsse erzeugt ein großes Akanthusblatt.

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